Deutsch-Polnische Gesellschaft der Universität Wrocław (Breslau) e.V

Leistungen und Förderungsprojekte

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Leistungen der Gesellschaft

  • eine Marmor-Büste von Albert Neisser, dem berühmten Breslauer Forscher und Inhaber des ersten Lehrstuhls für Dermatologie in Deutschland, im Jahre 2001 in der Skulpturensammlung im Remter des Rathauses aufgestellt.
  • Restaurierung des barocken Kaiser-Portals der Universität, das durch Kriegseinwirkungen erheblich beschädigt und teilweise zerstört war, mit Wiederherstellung des gesamten Portal-Komplexes in seiner ursprünglichen Form einschließlich des Balkons mit den Skulpturen der vier Tugenden.
    Die Restaurierung war das Geschenk der Gesellschaft zum 300-jährigen Jubiläum der Universität im Jahre 2002. Zur Erinnerung erhielt der Rektor eine große Goldmedaille, die für diesen Anlaß im Auftrag der Gesellschaft geschaffen worden ist (Medailleur H.M.Buchberger).
  • Förderung des Max-Born-Symposions in Wrocław und einer Gedenktafel am Wohnhaus von Max Born im Jahre 2002.
  • Vermittlung der Schenkung einer Sammlung von seltenen Schlesien-Karten von musealer Qualität an das Ossolineum-Nationalinstitut Wrocław 2002
  • Vermittlung einer Schenkung der Neuauflage der „Enzyklopädie der Sozialwissenschaften“ in 24 Bänden
  • Vermittlung einer Schenkung der René-König Bibliothek (gesamte zentrale soziologische Fachliteratur) an das Institut für Soziologie der Universität Wrocław.
  • Zahlreiche Stipendien für junge Wissenschaftler der Universität.
  • Gedenktafel für Ludwik Hirszfeld, dem ersten Lehrstuhlinhaber für Mikrobiologie und Immunologie an der Universität Wrocław nach dem Krieg, im Hörsaal des Instituts für Mikrobiologie.

Förderung von bedeutenden wissenschaftlichen Projekten

  • „Alma Mater Leopoldina – Kolleg und Universität der Jesuiten in Breslau 1638 – 1811“ von Carsten Rabe. Deutsche Übersetzung und polnische Herausgabe der Monographie im Jahre 2003 in Wrocław. (Böhlau-Verlag Köln 2004)
  • Quellenbuch zur Geschichte der Universität Breslau 1702 bis 1811, hrsg. von Norbert Conrads. (Böhlau-Verlag Köln 2004); vom polnischen ATUT-Verlag in Wrocław in Lizenz vertrieben.
    Die europäische Verwurzelung der Universität Breslau kommt in beiden Geschichtswerken zum Ausdruck. Deshalb ist die Rückführung der Quellen-Literatur an den Ort ihres Ursprungs von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung.
  • „Schlesische Gelehrtenrepublik“, hrsg. von Marek Hałub und Anna Mańko-Matysiak 2 Bande einer Reihe mit Essays von prominenten polnischen, deutschen und tschechischen Autoren.
  • „Fürsten und Stände – Schlesische Geschichte (1469-1741)“ von Norbert Conrads. Polnische Übersetzung des Kapitels „Schlesiens frühe Neuzeit“ aus dem von Conrads herausgegebenen Band „Schlesien“ in Buchform.
  • „Geschichte des Glatzer Landes von den Anfängen bis zur Gegenwart“ von Arno Herzig (Universität Hamburg) und Małgorzata Ruchniewicz (Universität Wrocław) in deutscher und polnischer Sprache.
  • Verhandlungsbericht der Tagung zum 200. Todestag von Immanuel Kant am Philosophischen Institut der Universität Wrocław, hrsg. von Andreas Lorenz (Universität Wrocław).

Leopoldina-Forschungspreis

Mit diesem im Jahre 2003 gegründeten Preis in Höhe von 50.000.- Zloty werden Forschungsprojekte qualifizierter Nachwuchs-Wissenschaftler an der Universität Wrocław gefördert. Die Auszeichnung gilt Forschungen auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften (Theologie, Philosophie, Philologie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft), die auch deutsch-polnische Aspekte berücksichtigen. Nach einer Ausschreibung durch die Universität entscheidet ein paritätisch besetztes Kuratorium. Der Preis wird jährlich vergeben.

Veranstaltungen der Gesellschaft

Jubiläumskonzert in der Universität zum 125. Jahrestag der Ehrenpromotion
von Johannes Brahms im Mai 2004

Zur Erinnerung an diesen Tag ist im Auftrag der Gesellschaft eine silberne Brahms-Gedenkmedaille geprägt worden.

Festakt zur Erinnerung an den ersten Gründungsakt der Universität vor 500 Jahren durch den König Władysław II. von Böhmen und Ungarn

in der Aula Leopoldina im Mai 2005 mit Teilnahme der deutschen und polnischen Mitglieder der Gesellschaft. Der Universität ist aus diesem Anlaß eine große Goldmedaille mit dem Kopfportrait des Königs Władysław zum Geschenk gemacht worden (Medailleur H.M.Buchberger).

Festakt anläßlich der Schenkung einer Kopie des graphischen Gesamtwerks
von Leonardo da Vinci im Mai 2006

Diese außergewöhnliche Edition des italienischen Ministro dell Educazione Nationale ist von den weltweit verstreuten Skizzen Leonardos zusammengetragen, reproduziert und 1934 in einer Ausgabe von 500 numerierten Exemplaren in 8 Mappen mit 342 Tafeln und dazugehörigen Textbänden veröffentlicht worden. Das Werk ist von größter Seltenheit.

Ausstellung von Breslauer Exlibris-Werken

im Mai 2006 im Universitätsmuseum. Die präsentierten Graphiken sind von deutschen , östereichischen, tschechischen und slovakischen Künstlern aus der Zeit Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen worden.